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Eisenbahnfotos aus Österreich

Eisenbahnfotos mit Teleobjektiven
Online seit: 07.05.2010
Fototipps, Glossar - nächster | voriger

Klassische Teleobjektive arbeiten im Brennweitenbereich von etwa 70 - 300 mm - bei den meisten CROP-Kameras (APS-C/H, DX Sensoren) kann man schon ab 50 mm von leichtem Tele sprechen. Im Wesentlichen eignen sich Tele-Linsen für 5 Einsatzgebiete:
- Fotos von sehr kleinen Motiven wie Insekten (am besten Objektiv mit Makro)
- Portraitotos wegen der guten Freistelleigenschaften, vor allem bei offener Blende
- Wildtierfotos, die aus großer Entfernung gemacht werden (müssen)
- Fotos von großen, aber sehr weit entfernten Objekten wie Flugzeugen oder den Mond
- Fotos von sehr schnellen, beweglichen Motiven wie sie in einigen Sportarten vorkommmen
Züge sind gemäß der beschriebenen Vorzüge für Teleaufnahmen eher ungeeignet, dies gilt ganz besonders für Aufnahmen an elektrifizierten Strecken und Bahnhöfen. Fahrleitungsmasten (aus Beton) und andere gleisnahe Objekte wirken auf Teleaufnahmen unheimlich dominant, es ist nicht leicht diese ins Bild zu integrieren bzw. draußen zu halten wie das erste Beispielsfoto von 1142.698 zeigt.
Foto zeigt: 1142.698 aus: Eisenbahnfotos mit Teleobjektiven
Dennoch gibt es einige Möglichkeiten, Züge auf Teleaufnahmen zu verewigen:

1. Aufgrund der Länge von Zügen werden sie mittels Teleobjektiv beinahe frontal anvisiert. Die Zuglänge spielt dann kaum eine Rolle. Die Front des führenden Fahrzeuges ist dominant. Formatmäßig ist man dabei mit Hochformat wegen der Stromabnehmer oder ausströmenden Rauch/Dampf oft besser bedient - besonders sei hier auf das quadratische Ausgabeformat hingewiesen. Bei Querformat-Fotos kann man auch das freie Nebengleis einbeziehen wie am Foto von SZ 541.104
Foto zeigt: 541.104 aus: Eisenbahnfotos mit Teleobjektiven

2. Detailaufnahmen bzw. Typenfotos lassen sich auch mit längeren Brennweiten erzielen, wenn genug Raum zur Verfügung steht. Die Vorzüge des Teles wie bessere Freistellung, Vergleichbarkeit der Größenverhältnisse kommen dann voll zu tragen. Brennweiten zwischen 70 und 130 mm reichen meist aus. Das folgende Beispielsfoto zeigt die schöne aufs Wesentliche reduzierende Wirkung einer Teleaufnahme: Die Kessedruckanzeige einer Dampflok
Bild 3 von: Eisenbahnfotos mit Teleobjektiven

3. Sowohl in engen Kurvenradien als auch auf langen Geraden wirken Teleaufnahmen sehr gut. Die perspektivische Stauchung verleiht solchen Fotos etwas Eigentümliches, manchmal auch mehr Dynamik. Die Kurvenneigung wird sichtbarer, aber auch die kleinen Schienenverwerfungen an anscheinend schnurgeraden Strecken. Die Aufnahme von 1020.018 zeigt wie eindrucksvoll sich der Schienenverlauf bei langen Brennweiten inszenieren lässt.
Foto zeigt: 1020.018 aus: Eisenbahnfotos mit Teleobjektiven

4. Oftmals werden mit langen Brennweiten hässliche Gegenstände im Vordergrund oder Hintergrund aus dem Bild entfernt ohne auf zu viel Bildinformation verzichten zu müssen, was beim simplen Beschneiden einer Weitwinkelaufnahme der Fall wäre. Durch den größeren Objektabstand wird auch hohe Fahrgeschwindgeit eines Zuges kontrollierbar. Die formatfüllende Aufnahme von 1142.587 zeigt, wie man den Hintergrund fast gänzlich ausblenden kann.
Foto zeigt: 1142.587 aus: Eisenbahnfotos mit Teleobjektiven

5. Mitzieheraufnahmen sind ebenso ein Einsatzgebiet für Teles, da erst durch großen Abstand ein sauberer Mitzieheffekt erzielbar ist. Dabei ist darauf zu achten, dass man exakt von der Seite fotografiert, da ansonsten einige Partien unscharf werden. Das Bild von 1142.616 wurde aus etwa 100m Entfernung gemacht - man braucht also recht viel freie Sicht auf die Strecke.


6. Ungünstige Lichtverhältnisse wie Bewölkung, Gegenlicht, starker Schattenwurf usw. lassen sich mit Teleobjektiven einfacher meistern als mit kurzen Brennweiten, da man "extremen Kontrasten" aus den Weg gehen kann. Die Gegenlichtaufnahme von zwei Talent-Garnituren ist ein Paradebeispiel eines Eisenbahnfotos mit Teleoptik.


7. Beinahe verallgemeinernd lässt sich sagen, dass sich Teleobjektive zum Hervorheben von Details und Regelmäigkeiten eignen - seien diese alltäglich oder Besonderheiten. Die Detailaufnahme von den Wagenachsen spricht dabei für sich.


Zusammenfassung:
* Wenn der Fotograf mit dem Auge fürs Ungewöhnliche und sich Wiederholende ausgerüstet ist, werden seine Teleaufnahmen abwechslungsreich und interessant erscheinen. Ein Teleobjektiv in Händen eines bloßen Abdrückers wird fast immer zu schlechten und eintönigen Ergebnissen führen, auch wenn äußere Umstände einiges zulassen würden.
* Bildkomposition bekommt eine ganz andere Bedeutung wie bei Weitwinkelaufnahmen, da nur wenige Objekte am Bild zu sehen sind, diese jedoch mit allen Details. Diagonalen, die bei Weitwinkelaufnahmen für räumliche Ordnung sorgen, gibt es kaum.
* Der Blick wird von Feinheiten oder wiederkehrenden Mustern angesogen - komplexere räumliche Beziehungen zwischen Objekten wirken verwirrend. Darum sollte man Teleaufnahmen einfach halten und nicht zuviel in sie verpacken.
* Störende Elemente machen sich massiv bemerkbar wie Verschmutzungen, Schatten oder Reflexe. Gerade deshalb ist auf gute Ausleuchtung des Hauptmotivs zu achten. Störendes und Unwichtiges sollte durch Beschneidung, Unschärfe und Lichtdämpfung ausgeblendet werden.
* Der Einfluss des Umgebungslichts (Bewölkung und Sonnenstand) ist geringer, da man sich mit Teleaufnahmen eher auf Horizontebene bewegt, oft ist der Himmel gar nicht zu sehen.
* Bei großen Motivdistanzen (100 Meter und mehr) wirken Farben etwas trüber, Kontraste werden geschwächt.
* Standort-, Licht und Perspektivenwechsel sind wichtig, um für Abwechslung für den Betrachter zu sorgen. Das Hauptmotiv sollte auch keinesfalls immer mittig orientiert werden. Die unbleuchtete Seite des Motivs recht nah an den Bildrand zu rücken, wirkt meistens besser.
* Bei Teleobjektiven bietet sich das Spiel mit der Unschärfe an (Bokeh). Das fokussierte Motiv dominiert dannn noch mehr als bei Weitwinkelaufnahmen. Der Grad der Unschärfe ist dabei sehr wichtig - zu starke Isolierung wirkt künstlich.
Mit langen Brennweiten lässt sich herrlich spielen und experimentieren - es ist jedoch festzustellen, dass moderne, einheitliche Lokkästen, dichtere Mastensetzung, höhere und längere Lärmschutzwände gerade für Freunde der Teleoptiken die Sache nicht leichter gemacht haben. Alte Fahrzeuge - mit Nieten, Kanten und unverkleideten Leitungen und Achsen - gaben an Details viel mehr her.
Somit ist heutzutage in der Eisenbahnfotografie viel Ausdauer und Kreativität gefragt - die wichtigsten Tugenden guter Fotografen!

Galerie-Bilder von SZ 541.104:
am Foto: Mammut-Werbelok SZ 541.104 mit EuroCity (Karawankenbahn) am Foto: SZ 541.104 mit Gemischten Güterzug bei Villach Draubrücke am Foto: SZ 541.104 "Mammut" in Kärnten am Foto: SZ 541.104 und 1116.235 mit Gemischten Güterzug (Tauernbahn)

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