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Großes Krokodiltreffen in Freilassing (erste Details)
Online seit: 06.07.2010
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Da kommt etwas Einmaliges auf Freilassing zugerollt: Zehn Krokodile mit einem Lebendgewicht zwischen 118 und 122 Tonnen werden sich am Samstag, 17. Juli 2010 auf dem Bahnhof von Freilassing treffen. Dabei handelt es sich aber keineswegs um gefährliche Reptilien, sondern um schwere elektrische Lokomotiven der Baureihe E94, die aufgrund ihrer grünen Lackierung und der gelenkigen Bauart den Spitznamen „Krokodil“ erhielten.
Foto zeigt: 1020.018 aus: Großes Krokodiltreffen in Freilassing (erste Details)
Von der Baureihe E 94 wurden zwischen 1940 und 1956 insgesamt 200 Exemplare in mehreren Serien gebaut. In der Ursprungsausführung verfügten sie über eine Leistung von 3300 kW und waren 90km/h schnell. Damit waren sie sowohl für die Beförderung schwerer Güterzüge wie auch für die Bespannung von Schnellzügen auf Mittelgebirgsstrecken geeignet. Nach dem Krieg waren die Maschinen auf drei Länder verteilt. Bei der Deutschen Bundesbahn waren sie, ab 1968 unter der Bezeichnung 194, bis 1988 im Planeinsatz. Die Deutsche Reichsbahn der DDR führte sie ab 1970 als Baureihe 254 und setzte sie noch bis 1992 ein. Die Österreichischen Bundesbahnen modernisierte ihre E 94, die ab 1953 als 1020 geführt wurden, in den 1970er Jahren und musterte erst 1995 die Exemplare aus. Nach der Bahnreform wurden in Deutschland einzelne E 94 von neuen Eisenbahnunternehmen reaktiviert.
In Freilassing treffen nun erstmals E 94 aus Ost und West auf ihre Schwestern aus Österreich und von den Privatbahnen. Die unterschiedlichsten Bauausführungen und Farbvarianten der Baureihe E 94 werden in Freilassing zum ersten Mal gemeinsam zu sehen sein. Die Lokomotiven werden im Bahnhof von 11 bis 17 Uhr so aufgestellt, dass sie bequem vom Bahnsteig aus besichtigt und fotografiert werden können. Einzelne Maschinen werden nacheinander in die LOKWELT FREILASSING gefahren und dort für die Besucher des Eisenbahnmuseums auf der Drehscheibe präsentiert. Als besonderes Schmankerl wird außerdem ein Zugpaar der Berchtesgadener Land Bahn mit einem Krokodil an jedem Zugende gefahren. Der Planzug mit der Abfahrt in Freilassing um 13:47h wird an diesem Tag durch eine historische Zuggarnitur ersetzt (Ankunft Berchtesgaden um 14:38h). Die Rückfahrt ab Berchtesgaden erfolgt um 15:20h (Ankunft Freilassing 16:15h). es gelten die regulären Bahntickets.
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Die gute Nachricht für alle Bahninteressierten und alle Besucher des an diesem Tag stattfindenden Stadtfests in Freilassing: die Besichtigung des Krokodiltreffens auf dem Bahnhof ist frei, lediglich für die Besucher der LOKWELT wird ein einmaliger Zuschlag von 1,50 Euro zusätzlich zum normalen Eintrittspreis (Erwachsene 4,50 Euro, Kinder, Schüler und Senioren 3,50 Euro und Familien 9 Euro) erhoben. Ermöglicht wurde dies durch viel ehrenamtliches Engagement und eine Spendenaktion unter Eisenbahnfreunden. Initiator Peter Hartung aus Bremen musste allerdings lange bangen, bis die erforderlichen Mittel für die Überstellungsfahrten beisammen waren. Der Ehrenvorsitzende des Thüringer Eisenbahnvereins hat bereits einschlägige Erfahrung, fand doch im Eisenbahnmuseum Weimar vor drei Jahren ein Krokodiltreffen statt, an dem vier Maschinen der Deutschen Reichsbahn teilnahmen. „Zum Jubiläum 70 Jahre Baureihe E 94 im großen Jubiläumsjahr 175 Jahre Deutsche Eisenbahn wollten wir etwas ganz Besonderes mit allen Varianten der E 94 machen,“ so Hartung. Freilassing wurde ausgewählt, da es von 1943 bis 1983 über 40 Jahre hinweg Lokomotiven der Baureihe E 94 beheimatete. Das noch vollständig erhaltene Bahnbetriebswerk, in dem heute die LOKWELT als Eisenbahnmuseum residiert, bietet den passenden Rahmen.
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Mit der 1020.018 aus Lienz wird sogar die ehemalige E 94 001 am Krokodiltreffen teilnehmen. Sie sollte ursprünglich ab 1940 in Freilassing stationiert werden, wurde dann aber kurzfristig nach Innsbruck beordert. Auch die weiteren Teilnehmer lassen die Kenner der Eisenbahnszene mit der Zunge schnalzen. Es haben sich angesagt die 194 051 der Pfalzbahn GmbH aus Worms, die 254 052 der Leipziger Eisenbahngesellschaft, die 194 158 und die 194 580 von Rail4U, die E 94 279 des DB Museums aus Kornwestheim, die 1020.37 der ÖGEG aus Linz, die 1020.041 der Mittelweserbahn (MWB), die 1020.042 aus Bludenz und die 1022.44 der ÖBB ErlebnisBahn aus Innsbruck. Mit der 194 158 ist auch eine der Lokomotiven mit von der Partie, die früher in Freilassing beheimatet waren. „Der Besuch einer echten Freilassinger Maschine ist ein besonderer Höhepunkt“, freut sich Ingrid Gattermaier-Farthofer von der LOKWELT. „ Ein E 94-Treffen im Jahr der Eisenbahn, in Freilassing, der Stadt der Eisenbahn, das passt wunderbar!“ ergänzt Walter Schramm vom Verein Freunde des historischen Lokschuppens 1905 Freilassing e.V. Die LOKWELT und der Verein unterstützen die Veranstalter bei der Organisation vor Ort. Die LOKWELT ist am Tag des Krokodiltreffens von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
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Hintergrundinformationen
Kleine Krokodilkunde

Der Beiname „Krokodil“ wird verschiedenen Lokomotiven mit gelenkiger Bauart (Fahrwerk unterteilt in zwei Drehgestelle mit halbhohen Vorbauten, auf denen sich der Maschinenraum mit zwei Führerständen wie eine Brücke abstützt) zugeschrieben. Am bekanntesten ist das Schweizer Krokodil (Baureihe Ce 6/8), das zwischen 1921 und 1927 in 51 Exemplaren als Gebirgsschnellzuglokomotive auf die Schienen gestellt wurde. Sie verfügt über sechs durch Kuppelstangen angetriebene Achsen mit jeweils einer Vor- und Nachlaufachse. Äußerlich und technisch nahe verwandt ist das österreichische Krokodil (Reihe 1089/1189), von dem zwischen 1923 und 1927 insgesamt nur 16 Maschinen gebaut wurden. Die ab 1940 gebaute E 94 unterscheidet sich von diesen Konstruktionen durch den Verzicht auf Laufachsen und den Einzelachsantrieb ohne Kuppelstangen. Sie ist den älteren Maschinen in Leistung und Geschwindigkeit deutlich überlegen. Bei Modellbahnern erfreuen die Nachbildungen sowohl der Schweizer wie auch der deutschen Krokodile seit jeher großer Beliebheit. Um die Namensgebung ranken sich zahlreiche Legenden. Zum Einen sollen die langen Vorbauten einer Krokodilschnauze ähneln, zum Anderen erinnert die Fortbewegung der gelenkigen Maschinen im Weichenbereich dem Bewegungsablauf bei den großen Reptilien. www.deutsches-krokodil.de
Das Bahnbetriebswerk Freilassing
Das BW Freilassing wurde in den Jahren 1902 bis 1905 mit einem 20 Stände umfassenden Rundlokschuppen, einer 18-Meter-Drehscheibe (ab 1924: 23 Meter), einer sechsgleisigen Wagenwerkstatt und den zugehörigen Verwaltungs- und Magazinbauten errichtet. Da die hiesigen Bahnstrecken schon früh elektrifiziert wurden (Salzburg – Berchtesgaden 1914, München – Salzburg 1927/28), wurde der Komplex 1922-24 um eine E-Lokwerkstatt ergänzt und so wurden schon bald elektrische Lokomotiven heimisch, darunter die Baureihen E 32, E 36, E 44.5, E 70, E 73, E 75 und E 77. Ursprünglich war geplant, die ersten E 94 in Freilassing zu stationieren, aber nach dem „Anschluss“ Österreichs wurde diese ab 1940 in Innsbruck beheimatet. Das Bw Freilassing beheimatet jahrelang Lokomotiven der Baureihe E 94 später 194 und mit dem Abzug der letzten Maschinen im Mai 1983 nach Ingoldstadt, endete die E-Lokbeheimatung in Freilassing. Nach der Auflösung der Dienststelle seitens der DB übernahm die Stadt Freilassing den Rundlokschuppen und richtete dort zusammen mit dem Verein Freunde des historischen Lokschuppens 1905 Freilassing e.V. und gemeinsam mit dem Deutschen Museum Verkehrszentrum das Eisenbahnmuseum „LOKWELT“ ein.
www.lokwelt.freilassing.de und www.lokschuppen.org
Text: Joachim Hund
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Aktuelle Informationen zur 1020.018
Die Erstausgelieferte E 94 hat nach Überprüfung des Technischen Service und einer Paragraph 40-Person wieder die Zulassung für ein weiteres Jahr erhalten. Auch die Verträge mit einem neuen Einstellpartner liegen zeitgerecht auf den Tisch und der Anreise nach Freilassing steht formal nichts im Wege. Für die Zuführung wird schon wie im Jahr 2008 (150 Jahre Eisenbahn in Tirol) der Partner Rail-Cargo-Austria zur Verfügung stehen. Die genauen Fahrzeiten sind noch nicht festgelegt, dennoch darf mit einer Anreise am Vortag der Veranstaltung (am Nachmittag) gerechnet werden. Auch für die Rückreise gibt es noch keine Fahrplanunterlagen, hier wäre der Sonntag der 18.07. vorgesehen. (Änderungen vorbehalten)

Galerie-Bilder von 1020.018:
am Foto: 1020.018 mit drei Jaffa-Schlieren Pöckau - Arnoldstein (KRB) am Foto: 1020.018 mit Abschiedsfahrt auf der Tauernbahn am Foto: 1020.018 mit neuer Beschriftung (Lienz) am Foto: 1020.018 mit Jaffa-Schlieren bei Penk (Tauernbahn)

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1020.018 in der LOKWELT Freilass
1020.018, Mallnitz-Obervellach (
Nostalgie-Lok 1020.018 / E 94
1020.018 mit TEE 13 Blauer Enzia
1020.018, SR 17071, Penk (Tau
1020.018, SLp 16459, Pöckau -
1142.682, 1044.40 und 1020.018 (
1020.018, Sonderzug, Losenstein
1020.018 mit dem "Osttirol-Expre
Crossrail 185.593 von Crossrail
1020.018 mit G 45011, Thörl-Magl
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