Sieht man von Haltestellen und Kleinbahnhöfen ab, stellen "richtige" Bahnhöfe eine große Herausforderung für Fotografen dar.
Es verirren sich unbeabsichtigt allzu leicht:
- Fahrgäste und Bahnbedienstete
- Bahnsteigdachkanten und Beleuchtungskörper
- Plakatständer und Fahrplananzeigen
- Verschubgarnituren und einfahrende Züge von hinten
in den gewünschten Ausschnitt.
Zweitens verursacht die ansonsten herbeigesehnte Sonne eine Fülle an Schatten, Kontrasten und Reflexen, denen Herr zu werden kaum möglich ist. Die klassische 50 mm Fotografie ist hier selten das Mittel der Wahl - stärkere Weitwinkelobjektive oder auch Teleobjektive bieten sich an. Selbst schlichte Typenfotos vom gegenüberliegenden Bahnsteig, wie bei der 1116.080 rechts, sind nicht immer problemlos möglich - Fotos an den Bahnsteigenden sind beliebter.
Ein besonders reizvolles Objekt stellt der Bahnhof bei Nacht dar - ein Stativ vorausgesetzt. Hierbei ist darauf zu achten, ob alle Objekte während der paar Sekunden Aufnahme still halten werden, oder ob man nicht gleich bewusst Bewegung ins Bild bringt.
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