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STRASSENBAHN-AKTUELL
Neues von Österreichs Straßenbahnen
aus Wien, Linz, Graz, Innsbruck und Gmunden
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| 07.01.2009: Straßenbahn Wien: Vor 30 Jahren wurde die Type M verabschiedet |
Der Triebwagen M 4134 konnte am 21.12.2008 einige Runden im Zuge einer gelungenen VEF-Sonderfahrt drehen und wurde am 22.12.2008 auch im Zuge einer Pressefahrt geehrt. Die Fahrten wurden als D gestrichen zwischen Ring/Börse und Nussdorf durchgeführt.
Grund für die Ehrenrunden: Der letzte Wagen des Wiener Straßenbahntyps M wurde am 22.12.1978 außer Dienst gestellt. Der Triebwagen M 4134 (Baujahr 1929; letzter Planzug der Type M) war nach fast 50 Jahren Arbeit im Personenverkehr zwischen 1978 und 1981 noch als Arbeitswagen im Einsatz, bevor er zum Verband der Eisenbahnfreunde (VEF) kam, wo er bis heute für Nostalgiefahrten durch Wien gemietet werden kann.
Am ersten Foto vom 21.12.2008 fährt der M 4134 wie vor 30 Jahren durch die enge Ortsdurchfahrt in Nussdorf. "Zeitzeugen" wie Mistkübel, Autos und Neubauten konnten geschickt ausgezirkelt werden.

Während M 4134 heuer seinen 80. Geburtstag feiert, begegnet ihm in der Schleife in Nussdorf ein jüngerer Fahrzeugtyp. Völlig unbemerkt feierte nämlich 2008 die Type E2 ihr 30 Jahr Jubiläum. Der erste E2-Einsatz im Personenverkehr erfolgte im August 1978 und im Dezember 1978 musste dann die Type M den modernen Wagen weichen.

Im Bahnhof Gürtel kam es dank des Engagements der VEF-Mannschaft zu einer kleinen "Generationen-Parade" (E1 4770, M 4134, E2 4037). Für die Type E1 sind große sicherheitstechnische Investitionen bis Jahresende geplant. Beim schrittweisen Umbau von voraussichtlich insgesamt 130 Triebwagen (E1) und 110 Beiwagen (c3,4) werden sämtliche druckluftgesteuerten Türfühlerkanten durch elektronische ersetzt.

M 4134 fährt am 21.12.2008 an der schlossähnlichen hell erleuchteten Schlumberger-Sektkellerei, die älteste Österreichs, auf der Heiligenstädter Straße vorbei.

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| 04.01.2009: Ende der Düwag Gelenktriebwagen in Linz |
Im Jahr 2008 endete in Linz die Ära der klassischen DÜWAG Gelenktriebwagen. Nachdem Ende des Jahres die Lieferung der dritten Lieferserie Cityrunner (022-033) bis auf Cityrunner 033 abgeschlossen wurde, konnte man auf die alten Triebwagen verzichten.
Im Jahre 1968 erfolgte die Bestellung von sieben 6achsigen Gelenktriebwagen (61-67) sowie acht 8achsigen Gelenktriebwagen (81-88) bei den Wiener Lohnerwerken. Die Auslieferung dieser Triebwagen erfolgte zwischen 1970 und 1972. Die 6achsigen Triebwagen wurden auf Grund von Kapazitätsproblemen wenige Jahre nach Ihrer Lieferung mit einem zusätzlichen Mittelteil zu 8achsern erweitert.
Zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme der neuen Gelenktriebwagen bestand das Linzer Straßenbahnnetz aus den Linien B (Remise Urfahr – Hauptbahnhof), E (Sonnensteinstrasse – Spinnereistrasse) mit Anschluss nach Ebelsberg (mit Pendeltriebwagen), K (Sonnensteinstrasse –Spinnereistrasse) ohne Anschluss nach Ebelsberg sowie der Linie V (Sonnensteinstrasse – Neue Welt). Da die Linie B an beiden Enden noch über Stumpfgleise verfügte, erfolgten die ersten Einsätze der neuen Wagen ausschließlich auf den Linien E, K und V zwischen den Schleifen Sonnensteinstrasse und Spinnereistrasse (diese befand sich im Bereich der heutigen Haltestelle Simonystrasse).
Für die neue Linie zur Universität, die im Jahr 1977 eröffnet wurde, beschaffte die ESG weitere zwölf 8achsige Triebwagen (Nr. 68-79). Weil die neue Strecke sehr gut angenommen wurde, entschloss man sich, die letztgelieferten Triebwagen ebenfalls um ein zusätzliches Mittelteil zu erweitern. Die so entstanden 10achser waren über viele Jahre hinweg die längsten Straßenbahnen Österreichs.
Für die 1985 eröffnete Neubaustrecke nach Auwiesen beschafften die ESG zwischen 1985 und 1986 sechzehn 10achsige Gelenktriebwagen neuerer Bauart (Nr. 41-56). Dadurch konnten auch die letzten 2achsigen Triebwagen aus dem Plandienst ausgeschieden werden.
2002 erfolgte die Eröffnung der neuen Linie 2 nach Ebelsberg, für diesen Zweck beschafften die LinzAG Linien (vormals ESG) die erste Lieferserie der niederflurigen Cityrunner (Nr 001-011). Durch die Lieferung der Cityrunner wurden die ersten alten Triebwagen überflüssig. Weiters rechnete sich die Umrüstung aller alten Triebwagen für den Verkehr durch den 2004 eröffneten Straßenbahntunnel unter dem Hauptbahnhof nicht mehr. Für den Tunnelbetrieb wurden nur mehr die Triebwagen 68-79 sowie 41-56 adaptiert. Als erstes wurden 2004 die 8achsigen Triebwagen 61-67 sowie 81-88 außer Dienst gestellt. Anfang 2009 endet mit der Lieferung von Cityrunner 033 vorläufig die Erneuerung des Fuhrparks, dadurch wurden auch die restlichen Düwag überflüssig. Eine ursprünglich geplante Hinterstellung von einigen 10achsern für einen eventuell steigenden Fahrzeugbedarf kam aufgrund von Platzproblemen in der Remise nicht zustande.
Da sich für die Triebwagen aufgrund der exotischen Spurweite keine Käufer gefunden haben, wurden alle Triebwagen in der Remise Kleinmünchen verschrottet. Erhalten geblieben ist nur der 8achsige Triebwagen Nr. 64, der derzeit in der Remise abgestellt ist. Über die weitere Zukunft des Triebwagens bzw. etwaige Einsätze ist leider nichts bekannt.
Die Gelenktriebwagen der dritten Serie (41-56) befinden sich derzeit unverändert im Einsatz und werden noch einige Jahre das Linzer Stadtbild prägen.

Triebwagen 66 behielt bis zu seiner Ausmusterung das alte ESG Design. Am 02.06.2003 rückte der Triebwagen aufgrund eines Gasrohrbruches am Blumauerplatz außerplanmäßig in die Remise ein. Vor Zeiten der Matrixanzeigen wurde bei Einzugsfahrten das durchgestrichene Liniensignal verwendet.
 Triebwagen 61 „Renault Sonnleitner“ war am 16.04.2004 auf der Linie 3 unterwegs und befährt soeben den Linzer Hauptplatz in Richtung Hauptbahnhof.
 Triebwagen 64 „Spitz“ war am 06.08.2004 ebenfalls auf der Linie 3 im Einsatz und biegt soeben am Blumauerplatz in Richtung Hauptbahnhof ab. Die oberirdischen Gleisanlagen am Blumauerplatz wurden nach Inbetriebnahme der Tunnelstrecke vollständig abgebaut. Dieser Triebwagen ist als einziger erhalten geblieben und steht derzeit in der Remise Kleinmünchen abgestellt.

Triebwagen 70 „Zahnbörse Linz“ war am 28.04.2004 auf der Linie 1 unterwegs. Das Foto entstand bei der Schleife Neue Welt, wo früher unter anderem die Linie V wendete.
 In den letzten Jahren verkehrten viele Triebwagen ohne Vollwerbung in weißer Lackierung. Am 30.03.2007 war Triebwagen 71 auf der Linie 1 in Richtung Auwiesen unterwegs und konnte bei der Querung der Linken Brückenstrasse in Urfahr aufgenommen werden.
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| 21.12.2008: "Stadtbahn Wien" (U6): Typen E6 und c6 vor dem Ende |
Zum Ersatz für die damals schon recht desolaten zweiachsigen Stadtbahnwagen Typen N1 und n2 wurden ab 29.11.1980 auf der Gürtelstrecke der Stadtbahn, später U6, E6/c6 Garnituren in Betrieb genommen. Da zum damaligen Zeitpunkt auch ein „Vollausbau“ zur U-Bahn mit Stromschiene noch in Betracht gezogen wurde, mussten Wagen angeschafft werden, die später auch im Straßenbahnbetrieb verwendet hätten werden können, wozu es aber nie kam. Am 1.7.1983 wurden die alten Zweiachser N1 und n2 aus dem Betrieb verabschiedet und schon 10 Jahre später, genauer am 5.12.1993 wurde die Nachfolgetype T im Fahrgastverkehr in Betrieb genommen. Sie war mit 2,65 m deutlich breiter als die Vorgängertypen und die Alternative zum Betrieb mit der Type U. Für den Mischbetrieb mit der Type T adaptiert und mit auskragenden Trittbrettern um die fehlende Breite zu den T-Wagen auszugleichen sind die E6 und c6 bis heute in Betrieb. Mit laufender Auslieferung der Nachfolgetype T1 werden die Wagen jedoch entbehrlich und voraussichtlich am 23.12.2008 (jetziger Planungsstand) letztmalig verkehren. Sie werden anschließend größtenteils an ausländische Betriebe verkauft.
Das erste Foto zeigt eine der noch eingesetzten Mischgarnituren E6+c6+T+c6+E6 am 13.6.2005 zwischen Perfektastraße und Siebenhirten.

Das zweite Bild zeigt die neueste U-Bahn-Generation, den V-Zug, neben einer Stadtbahngarnitur der U6, noch mit E6/c6/T, am 13.4.2008 vor Erreichen der Haltestelle Längenfeldgasse.

Bild 3 zeigt noch eine reinrassige Garnitur als Linie G 1984 in der Haltestelle Meidling Hauptstraße, die heute von der U6 nicht mehr angefahren wird.

Das vierte Bild zeigt sozusagen schon das Ende: Wagen E6 4904 wird vom UHT 6802 von Michelbeuern Richtung Zentralwerkstätte geschleppt, aufgenommen am 17.12.2008 am Schwarzenbergplatz.

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| 27.11.2008: Straßenbahn Wien: Neuer Werbeulf 613 |
Nachdem Wagen B 613 im Oktober 2008 für BIPA geworben hat, ist er seit Anfang November mit Totalwerbung für Maybelline-Jade unterwegs.
Das Bild vom 3.11.2008 zeigt ihn in der Heiligenstädter Straße bei der Haltestelle Grinzinger Straße im letzten Abendlicht.
Foto: Roman Lillich |
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