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STRASSENBAHN-AKTUELL
Neues von Österreichs Straßenbahnen
aus Wien, Linz, Graz, Innsbruck und Gmunden

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20.10.2008: Faszination Inselbahnen auf Mallorca

Die spanische Insel Mallorca wird häufig als das "17. Deutsche Bundesland" aufgrund der vielen deutschen Urlauber, die dort oft auch einen zweiten Wohnsitz haben, bezeichnet. Aber fernab der Bettenburgen ist das Eiland eine der schönsten Mittelmeerinseln. Dieses andere Mallorca lohnt sich per Bahn zu entdecken. Die bekannteste davon ist sicher die Linie von Palma de Mallorca, der Inselhauptstadt, nach Soller, einer Kleinstadt im Organgental. Die Strecke, die durch das Tramuntana-Gebirge führt wurde in Spurweite 914 mm im Jahr 1912 eröffnet und 1929 elektrifiziert. Es wurden dafür 4 Elektro-Triebwagen beschafft, die noch heute den Gesamtverkehr abwickeln. Auf einer Strecke von etwa 27 km fährt der Zug durch 13 Tunnel und überquert mehrere Brücken sowie ein großes Viadukt.
Die Geschichte der mallorquinischen Eisenbahnen beginnt allerdings schon 1873/75 mit Dampfzügen auf der Strecke Palma-Inca in Spurweite 914 mm. Dieser Zweig erfuhr viele Einstellungen und Wiedereröffnungen inklusive Stichstrecken sowie Umspurungen auf 1000 mm. Die Fahrzeuge der Inca-Strecken sind zweiteilige Dieseltriebzüge, Baujahr 1995. Diese Linie verfügt über einen gemeinsamen unterirdischen Bahnhof in Palma mit der erst im April 2007 eröffneten U-Bahn (Metro).
Die 8,2 km lange U-Bahn-Strecke in Meterspur führt mit 9 Stationen von der Placa d ´Espanya am Rande des Stadtzentrums zur Universität UIB. Der Fuhrpark besteht aus 6 zweiteiligen CAF-Triebwagen.
Erfreulich ist, dass es in Palma realistische Baupläne für eine quasi Wiedergeburt der 1959 stillgelegten Straßenbahn gibt. Im Jahr 2011 soll das erste Teilstück in Betrieb gehen. Dies ist jedenfalls das Ziel der derzeitigen Stadtverwaltung, die mit dem Verkehrschaos in der Autostadt Palma nicht mehr zurechtkommt.
Wahrlich ein Paradies für Straßenbahnliebhaber ist allerdings die Straßenbahn von der Stadt Soller zum Hafen Soller. Auf dieser Linie fahren noch heute planmäßig Züge aus dem Gründungsjahr 1913. Meist im Halb-Stunden-Takt verkehren die Züge zwischen dem Bahnhofsvorplatz von Soller und dem Hafenbahnhof in Spurweite 914 mm zum stolzen Preis von Eur 4,-- (einfache Fahrt pro Person für etwa 4,9 km). Dafür zählt dieser Straßenbahnbetrieb zu den wenigen nicht defizitären der Welt. Die Fahrt ist jedenfalls ein einmaliges Spektakel, wenn sich die Züge ihren Weg durch die Innenstadt Sollers vorbei an der 1236 errichteten Kirche Sant Bartomeu über den Placa Constitucio, durch das Orangental, entlang der Uferpromenade (freier Blick auf Meer und Hafen) bahnen. Bei großem Fahrgastaufkommen (zB Reisegruppen) fahren bis zu 4 Zugsgarnituren auf Sicht hintereinander.

Foto 1: Als Besonderheit ist auch ein "Sandwichzug" mit zwei vierachsigen Neubaubeiwagen sowie vorne und hinten einem Triebwagen ex Lissabon im Einsatz. Am 28. 9. 2008 fährt die "Sandwichgarnitur" Tw 20 + Bw 2 + Bw 4 + Tw 23 vom Hafen Soller entlang der Uferpromenade zurück in die Kleinstadt Soller.


Foto 2: Entlang von Hinterhöfen fährt am 28.9.2008 Triebwagen 21 ex Lissabon, welcher noch die ursprünglich rote Lackierung trägt, mit zwei zweiachsigen Originalbeiwagen durch das Stadtgebiet der Kleinstadt Soller.


Foto 3: Im ersten Morgenlicht präsentieren sich die Tw 1, Tw 21 und Tw 2 vor dem Depot in Soller am 30.9.2008, wobei Tw 1 eine liebevolle Morgenwäsche genießt . Bald wird der große Ansturm an Fahrgästen, vor allem Touristen, beginnen ..........


Foto 4: Triebwagen 3 mit seinen Beiwagen 8 und 9 bahnt sich den Weg durch die Kleinstadt Soller am 30.9.2008.


Foto 5 (2.10.2008): Eine Originalgarnitur vor der Bucht von Soller aus dem Blickwinkel eines Hotels – wo sonst bekommt man als Straßenbahnfan so etwas geboten?


Foto 6: Seit Ende der 20iger Jahre überwindet die elektrische Lokalbahn das Gebirge bei Soller und verbindet im Anschluss daran die Region mit der Hauptstadt Palma. Im Bild vom 30.9.2008 passiert Tw 4 mit 6 Beiwagen eine herrlich gelegene Finca.


Foto 7: Im Gegensatz dazu muss sich Tw 2 mit seinem Zug wie eine Straßenbahn durch das Verkehrsgewühl der Hauptstadt Palma am 1.10.2008 kämpfen.


Foto 8: Die neueste Errungenschaft der Hauptstadt Palma ist eine Miniatur-U-Bahn, die zur Universität führt. Am 1.10.2008 steht eine der 6 Garnituren in der ersten Station nach der Universität, Son Sardina, und wird ab hier seine Fahrt ausschließlich unterirdisch fortsetzen.


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17.10.2008: Neues von der Rittnerbahn (Südtirol)

Im heurigen Sommer wurden an der Bahn, die 2007 ihr 100-jähriges Jubiläum feierte, laufend Erhaltungsarbeiten durchgeführt. Auch gibt es seit geraumer Zeit neue hölzerne Wartehäuschen, die exakt im alten Stil errichtet wurden. Die Fahrten nach Maria Himmelfahrt werden nun mit dem END Wagen durchgeführt, was vor einigen Jahren noch unüblich war. Die beiden vierachsigen historischen Wagen sind weiterhin regelmäßig im Planeinsatz, die Zweiachser zum Berichtszeitraum nur sporadisch.
Ob nächstes Jahr mit Inbetriebnahme der neuen Seilbahn auf den Ritten das geplante Halbstundenintervall verwirklicht wird, ist noch nicht sicher. Dafür wäre ein weiterer Wagen notwendig. Zuerst war dafür ein Wagen der Lokalbahn Trento - Male (Tw 07 oder Tw 08) im Gespräch, nun steht die Übernahme eines Wagens der Stubaitalbahn zur Diskussion. Längerfristig ist auch die Anschaffung von 1-2 Neuwagen möglich.

Das erste Foto zeigt den Triebwagen Alioth Nr. 105 (ex Mendel-Bahn) am 23.09.2008 in der Haltestelle Rappersbühl, gut erkennbar im Hintergrund das neue hölzerne Wartehäuschen.


Die zweite Aufnahme zeigt den END 12 (ursprünglich Esslingen-Nellingen-Denkendorf) in der Endstelle Maria Himmelfahrt am 24.09.2008.


Bild drei zeigt den sogenannten Grazer Wagen (Triebwagen 2) am 24.09.2008 nahe der Haltestelle Wolfsgruben.

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08.10.2008: Akkumulator-Strassenbahnwagen in Wien

Bisher konnte man Fachbüchern nur entnehmen, dass versuchsweise Akkuwagen aus New York und später Wagen mit Oberleitung und Akkutechnik in Wien fuhren. Um dieses interessante Kapitel der Wiener Tramway nach über einem Jahrhundert dem Vergessen zu entreißen, wurden jahrelange Nachforschungen zu diesem noch unbehandeltem Thema angestellt. Dem Leser soll in einer kurzweiligen Geschichte Betrieb und Technik von Akkuwagen in Wien vorgestellt werden, wobei bislang unbekannte Details zu Tage traten. Verweise zur Gegenwart und auch Interessantes aus jener Zeit runden die Geschichte ab. Ferner wurden auch unbekannte alte Bilder aufgestöbert, wenngleich man sich keinen opulenten Bildband erwarten darf, selbstverständlich aber eine wichtige Ergänzung für jede fundierte Bibliothek zum Thema Straßenbahn in Wien. Kleine Auflage, da nur für Liebhaber bzw. Experten der Wiener Tramway gedacht. "Siehe auch bei den Buchtipps"

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05.10.2008: Woltersdorfer Straßenbahn

Im Osten von Berlin verbindet seit 95 Jahren die Woltersdorfer Straßenbahn den Bahnhof Rahnsdorf mit der Gemeinde Woltersdorf. Die 5,6 km lange eingleisige Strecke endet im Naherholungsgebiet Woltersdorf Schleuse und stellt aufgrund ihrer Streckenführung ein Kleinod unter Deutschlands Straßenbahnbetrieben dar. Als Linie 87 im Verkehrsverbund Berlin Brandenburg eingebunden, fährt sie wochentags im 20-Minuten-Takt auf der Gesamtstrecke, in der Hauptverkehrszeit wird auf einem Teilabschnitt das Intervall auf 10 Minuten verdichtet. Für den Linienverkehr stehen sechs zweiachsige Triebwagen zur Verfügung, bei starkem Andrang wird auch mit Beiwagen gefahren. In der Hauptverkehrszeit werden drei Triebwagen benötigt, für Sonderfahrten stehen auch etliche historische Fahrzeuge zur Verfügung. Das erste Foto zeigt den TW 32 (Baujahr 1960) am 25.09.2008 auf der Fahrt nach Rahnsdorf Bahnhof beim Verlassen der Haltestelle Berliner Platz, der Endstation für den Einschubverkehr in der Hauptverkehrszeit.


Am zweiten Foto nähert sich der TW 27 (Baujahr 1960) auf der Fahrt von Woltersdorf Schleuse nach Rahnsdorf Bahnhof der Haltestelle Berliner Platz. Umfangreiche Informationen zu diesem bemerkenswerten Straßenbetrieb gibt es unter www.woltersdorfer-strassenbahn.de.

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